Die Arbeit gegen Rechtsextremismus erfordert eine fundierte Prävention, insbesondere in der Arbeit mit Jugendlichen. Das Verstehen der Ursachen und Auswirkungen des Nationalsozialismus und der durch das Hitlerregime verbreiteten Ideologie befähigt Jugendliche, heutiges rechtsextremes und neonazistisches Gedankengut zu erkennen und dem mit Zivilcourage zu begegnen.

 

Viele unserer Zeitzeugen kommen schon von Anfang an jedes Jahr im Januar nach Hoyerswerda, um mit den ProjektschülerInnen ins Gespräch zu kommen. Naturgemäß handelt es sich dabei um Menschen von 80 Jahren und weitaus älter, und der Zeitpunkt, wo es keine Zeitzeugen mehr geben wird, rückt immer näher. Das Ergebnis des 2013 realisierten Projektes in Zusammenarbeit mit dem Christlichen Gymnasium Johanneum, dem Lessing-Gymnasium Hoyerswerda und der Kulturfabrik e.V., ist ein Film von Schüler_innen für Schüler_innen. Weiterführend können so  Sensibilisierungs- und Multiplikatoreffekte der Leitziele erreicht werden, durch die am Projekt selbst eingebundenen Akteure sowie Schülerinnen und Schüler.

 

Die Nutzung des intergenerativen Prozesses sowie des begleitenden Austauschprozesses aller Beteiligten während der Produktion der Filme für eine möglichst attraktive, intensive und interessante Umsetzung für die zukünftige Zielgruppe von Betrachtern, ist eines der zentralen Anliegen und Projektideen.

 

Daher ist es wichtig, jetzt das Vermächtnis dieser Menschen zu dokumentieren und auch kommenden Schülergenerationen zugänglich zu machen. Dementsprechend soll einem Defizit in der Erinnerungskultur sowie innerhalb der Aufarbeitung von Geschichte vorgebeugt werden.

 

Das Ziel ist die Sicherung der Lebens- und Leidensgeschichte von Zeitzeugen des Nationalsozialismus der ersten Generation in einer möglichst persönlich und intensiven Umsetzung  zur Vermeidung eines Defizits kommender Schülergenerationen in der Erinnerungskultur und Aufarbeitung von Geschichte. Dies widerum impliziert eine nachhaltige und für kommende Schülergenerationen gewährleistete Möglichkeit der Auseinandersetzung sowie des Verstehens des nationalsozialistischen Gedankenguts oder auch der Diktatur Stalins in der Arbeit für Demokratie, Toleranz und Vielfalt sowie gegen Rechtsextremismus.

Die dabei entstandenen fünf einzelnen Filme mit ihrer jeweiligen thematischen Schwerpunkte können bei der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. für pädagogische Zwecke ausgeliehen werden.

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“

           

 

 Kurzübersichten der einzelnen Filme