Initiative Zivilcourage

 

Im Jahr 2011 war die Initiative Zivilcourage unter anderem an folgenden Aktionen beteiligt:

AKTIONSWOCHE "KINDER DER WELT"

 

Die Anwohner im WK III werden nicht schlecht gestaunt haben, welche Klänge ihnen da aus der Lindenschule entgegenkamen. Im Rhythmusraum in der dritten Etage probten die Kinder der dritten und vierten Klassen mit Gästen der afrikanischen Künstlergruppe "Black and White" traditionelles Trommeln. Zur gleichen Zeit versuchten sich ihre Klassenkameraden in der Turnhalle der Schule in verschiedenen afrikanischen Tänzen. In der gesamten Schule konnte man afrikanisches Flair genießen.
Auch in der Grundschule "Am Park" wurde lautstark musiziert. Hier war Sergio Vesely, ein chilenischer Liedermacher und Schriftsteller, zu Besuch. Er "entführte" die Kinder auf eine musikalische Reise quer durch Lateinamerika. Dabei konnten die Schüler mit ihrem Wissen über den amerikanischen Kontinent glänzen, welches sie sich während ihrer interkulturellen Projekttage angeeignet hatten. Ruhiger ging es an den anderen beiden Grundschulen der Stadt zu. Am Adler beschäftigen sich die Schüler intensiv mit europäischen Staaten und Traditionen. Gemeinsam erarbeiteten die Kinder u.a. die Geschichte der Europaflagge. In der Lernwerkstatt ging es aber auch um Sehenswürdigkeiten in unseren Nachbarländern.
Die Grundschule "An der Elster" unternahm derzeit eine gedankliche Reise nach Asien. Die gesamte Schule war erfüllt vom Geruch fernöstlicher Teesorten und Räucherstäbchen.Beobachten konnte man Schüler, die Ruhe aber auch Spaß beim Yoga fanden. Im Raum 108 übten sich andere im Schreiben chinesischer Schriftzeichen. Fragen zur japanischen und thailändischen Kultur beantworteten anderenorts Schülerinnen des Foucault- bzw. des Lessing-Gymnasiums.
Der Höhepunkt der gemeinsamen Aktionswoche der Grundschulen und der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. war dann ein buntes z.T. durch die Schüler selbst erarbeitetes Kulturprogramm sowie eine Kinderolympiade für die Klassen 1 und 2.

 

MITWISSER GESUCHT

 

Gemeinsam mit der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. organisiert die Kulturfabrik das Projekt "Mitwisser gesucht". Für die Stadt Hoyerswerda stand die diesjährige Interkulturelle Woche unter einem besonderen Fokus. Zum zwanzigsten Mal jährten sich die gewaltsamen Ausschreitungen gegen ausländische Gastarbeiter und Asylbewerber im September 1991. Seither haftet der Stadt das Stigma der rechtsextremen Hochburg an.
Im Verbund mit Schulen, Vereinen und Bürgerinitiativen ist es der Stadt in den vergangenen Jahren gelungen, Hoyerswerdas Ruf zu verbessern. Doch an der besonderen Verantwortung, immer wieder für Menschenrechte, Toleranz und Demokratie einzustehen, sollten die Bürger der Stadt auch weiterhin festhalten. Das Gemeinschaftsprojekt der Kufa und der RAA will gemeinsam mit Jugendlichen, die die Ereignisse von 1991 selbst nicht erlebten, sondern nur aus Erzählungen davon wissen, an diesem Punkt ansetzen und einen neutralen und zukunftsgewandten Blick auf die Geschehnisse werfen.
Seit Beginn des Schuljahres 2011/12 befassen sich fünf Schülergruppen aus der 1.Mittelschule, dem Lessing-Gymnasium und dem Johanneum kreativ und kontrovers mit den Geschehnissen vom Herbst 1991 sowie deren Hintergründen. Ziel ist es, zur Interkulturellen Woche 2012 in einer Ausstellung die erarbeiteten Ergebnisse der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.