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  • Die Kinder da abholen, wo sie stehen

    19. September 2012

    Die Kinder da abholen, wo sie stehen

    Am Mittwochabend versammelten sich zahlreiche Lehrkräfte und Erzieher/-innen aus Hoyerswerdaer und Bernsdorfer Kitas und Grundschulen in den Räumlichkeiten der ZUSAK Hoyerswerda um einen Vortrag von Dr. Janine Brade zum Thema „Übergänge gestalten - Schwerpunkt Kita-Grundschule“ zu erleben.


    Dr. Brade, die an der TU Chemnitz im Feld Bildungsübergänge forscht, eröffnete ihren Vortrag mit einem Gedicht von Hermann Hesse. Es folgte ein spannender Einblick über theoretische Grundlagen und praktische Möglichkeiten des Überganges von der Kita in die Grundschule. Der gemeinsame Austausch von Akteuren der Kitas und Grundschulen ist dabei dringend notwendig, da Übergänge auch scheitern können. Leidtragende sind dann die Kinder.


    Am Ende des Abends stand das Fazit, dass eine gemeinsame Kooperation von Kindertagesstätten und Grundschulen unabdingbar ist, um die Kinder beim Übergang in die Schule dort abzuholen, wo sie gerade stehen.


    Die Veranstaltung erfolgte im Rahmen der Vortragsreihe „Bildungsakteure stärken“ und wurde gemeinsam durch die Koordinierungsstelle Bildung der Stadt Hoyerswerda sowie dem Ein Quadratkilometer Bildung Hoyerswerda unter Federführung der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. durchgeführt.


  • "Tage wie dieser"

    4. September 2012

    "Tage wie dieser" - Tag der offenen Tür im Jugendclubhaus Ossi

     

    Am Freitag, den 21. September, lädt das Jugendclubhaus Ossi von 14.00 bis 18.00 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ alle Kinder und Jugendlichen, deren Familien, Bekannte und Freunde ein. Es werden viele verschiedene Möglichkeiten angeboten das Jugendclubhaus Ossi und dessen Angebote zur sinnvollen und aktiven Freizeitgestaltungen kennen zu lernen. Das Rahmenprogramm moderiert DJ Wonk. Geplant sind zudem Auftritte der im Ossi trainierenden Sport- und Tanzgruppen aus den Bereichen HipHop/StreetDance, Breakdance und Standard/Latein.


    Ein ganz besonderer Höhepunkt ist die Eröffnung der neuen Volleyball- und Relaxezone. Weiterhin gibt es eine große Malstraße, einen Kinderschminkstand, das Glücksrad, Torwandschießen sowie eine riesige Hüpfburg, die durch den Wochenkurier Hoyerswerda zur Verfügung gestellt wird. Im kostenfreien PC-Point werden verschiedene AG`s vorgestellt. Auch für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt.


    Das Team des Jugendclubhauses freut sich, alle interessierten und neugierigen kleine und große Besucher zu begrüßen.


  • Pädagogischer Tag zum Schuljahresauftakt

    2. September 2012

    Pädagogischer Tag zum Schuljahresauftakt

     

    Bereits zum zweiten Mal fand auf Einladung der Koordinierungsstelle Bildung fand zum Auftakt des Schuljahres ein pädagogischer Tag der Grundschulen der Stadt Hoyerswerda und der Schule zur Lernförderung „Nikolaus Kopernikus“ im Jugendclubhaus Ossi statt.


    Erstes Thema des Tages war eine Besonderheit Hoyerswerdas – die Sportbegabtenklassen am Léon-Foucault-Gymnasium und an der Mittelschule „Am Planetarium“. Die beiden Schulleiter, Sabine Rost und Uwe Blazejczyk, stellten den etwa 100 Lehrer/innen das Grundanliegen und die Arbeitsweise der Sportbegabtenklassen vor. Ziel war es, den Pädagog/innen „Handwerkszeug mitzugeben“, um Eltern und Kinder zukünftig kompetent beim Wechsel in diese besonderen Klassen begleiten zu können.


     

    Im Mittelpunkt des pädagogischen Tages stand der Vortrag von Frau Dr. Karin Schmidt aus Dresden, die zum Thema „Lernen muss man mit dem ganzen Körper“ sprach.


  • Schüleragentur lädt zur 9. Ausbildungsmesse am 28. September

    24. Juli 2012

    Schüleragentur lädt zur 9. Ausbildungsmesse am 28. September

     

    Die Wahl eines Ausbildungsberufes stellt Jugendliche und deren Familie vor eine große Herausforderung. Es gilt zu erforschen, welche Fähigkeiten und Stärken man selbst hat und in welchem Ausbildungsberuf diese ganz gezielt eingesetzt werden können.

     

    Durch die rasanten Veränderungen in der Berufswelt ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich Heranwachsende frühzeitig mit der Arbeitswelt, deren Anforderungen und neu entstandenen Berufsbildern nicht nur theoretisch, sondern auch praxisnah auseinandersetzen. Bei 349 Berufen keine leichte Aufgabe.

     

    Die Schüleragentur zur beruflichen Frühorientierung möchte Jugendliche mit den von ihr organisierten Veranstaltungen dabei unterstützen. Als besonderer Höhepunkt steht dabei am 28. September 2012 die 9. Ausbildungsmesse auf dem Programm.

     

    Wer noch keine konkreten Vorstellungen von möglichen Ausbildungsberufen oder noch keine Idee für eure für die individuelle berufliche Zukunft hat, kann hier sicher fündig werden. Recht herzlich eingeladen sind alle Jugendlichen und deren Eltern, aber natürlich auch Lehrer/innen und all jene, denen frühzeitige berufliche Orientierung am Herzen liegt. Auf der Messe bieten sich unzählige Chancen, um mit Ausstellern und Auszubildenden ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen.

     


  • Psychische Störungen

    5. Juli 2012 

    Psychische Störungen sollten im schulischen Kontext stärker berücksichtigt werden

     

    Am 4. Juli war Dr. Ludwig Bilz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden, auf Einladung der Koordinierungsstelle Bildung zu Gast in der Konrad-Zuse-Akademie. In seinem Vortrag, referierte er über eine Studie zur psychischen Gesundheit sächsischer Jugendlicher.


    Etwa ein Fünftel aller Schüler leiden bis zu ihrem 18. Lebensjahr unter mindestens einer psychischen Störung; meistens sind dies Angststörungen und Depressionen. Diese Erkrankungen etablieren sich meist im Verborgenen, da betroffene Schüler sich zurückziehen, Aufmerksamkeit vermeiden und nur selten den Unterricht stören. Oft vermitteln sie sogar das Bild eines besonders angepassten Schülers. All diese Gründe führen dazu, dass die Erkrankungen in den häufigsten Fällen gar nicht wahrgenommen.


    In seinem Referat machte Bilz deutlich, dass verschiedene Aspekte der schulischen Umwelt und der Unterrichtsgestaltung selbst mit dem Auftreten dieser Beschwerden in Verbindung stehen. Dies führt er auf den Umstand zurück, dass die Schule als einzige Sozialistationsinstanz Einfluss auf alle durch Kinder zu bewältigende Entwicklungsaufgaben nimmt. Insbesondere das Klassenklima hat einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Ängsten, Depressionen und anderen psychosomatischen Beschwerden. In erster Linie seien Mobbing-Erfahrungen, Überforderung und eine niedrige Unterrichtsqualität prägende Einflussfaktoren. Auslöser von Erkrankungen ist dann, neben einer entsprechenden Prädisposition, das Selbstkonzept eines Schülers in Hinblick auf seine sozialen und schulischen Kompetenzen.
    Schlussfolgernd schlug Bilz u.a. die Ausweitung des Wissens von Lehrern über psychosomatische Erkrankungen sowie eine Verbesserung des Klassenklimas unter Einbeziehung von Schülern vor. Für die therapeutische Behandlung forderte er eine stärkere Einbeziehung schulischer Problemlagen – im Gegensatz zur gegenwärtigen Konzentration auf das familiäre Umfeld.


    Für die Praxis an Schulen konnte Bilz den anwesenden Lehrern und Sozialarbeitern leider keine besonders positiven Erkenntnisse mit auf den Weg geben. So gebe es für die Präventionsarbeit im Bereich der psychischen Gesundheit von Schülern derzeit nur wenige und z.T. wenig wirksame Programme. Zudem musste festgestellt werden, dass im Freistaat Sachsen die Unterstützungssysteme für Schulen nur schwach ausgebildet sind. Auf 13.000 Schüler kommt ein Schulpsychologe. Und auch die Schulsozialarbeit hat in den vergangenen Jahren wieder deutlich an Bedeutung verloren – insbesondere im Landkreis Bautzen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die erhöhten Ausgaben im Bereich der Heimerziehung und des betreuten Wohnens, welche der Landkreis kürzlich veranschlagte, wenig überraschend. Versagt Prävention, müssen „Korrekturmaßnahmen“ ergriffen werden, deren Kosten im Regelfall um ein Vielfaches höher liegen.


    Die Vortragsreihe „Bildungsakteure stärken“ wird am 12. September mit einer Veranstaltung zum Übergang von der Kindertagesstätte zur Grundschule fortgesetzt. Zu Gast ist dann Frau Dr. Janine Brade von der TU Chemnitz. Interessierte melden sich für diese Veranstaltung bitte bis zum 29. August bei der Koordinierungsstelle Bildung an.