12.02.2016

Gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept (GIHK) für Hoyerswerda


Im Frühjahr 2015 gab das Sächsische Staatsministerium des Innern die Richtlinie Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF 2014-2020 bekannt. Diese sieht eine Förderung von Bildung, zur sozialen Eingliederung und Integration in Beschäftigung von Menschen in sozial benachteiligten Stadtgebieten vor.

Die Erstellung eines gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes (GIHK) innerhalb dieser Richtlinie und die Umsetzung der darin enthaltenen niedrigschwelligen, informellen Vorhaben zur Förderung von Bildung, Beschäftigung und sozialer Eingliederung von sozial und am Arbeitsmarkt benachteiligter Menschen gehören unabhängig voneinander zum Fördergegenstand. Unter anderen fallen insbesondere Langzeitarbeitslose, Einkommensschwache sowie Migranten unter diese Zielgruppe. Die Stadt Hoyerswerda plant dahingehend Erstellung eines gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes, das sich speziell an die Gegebenheiten im Stadtgebiet anpasst. Daraus sollen konkrete Projekte entwickelt und verwirklicht werden können. Aus den Angebots- und Defizitanalysen der Problemlagen im Fördergebiet, das im Stadtgebiet die Neustadt von Hoyerswerda bis hin zur inneren Altstadt umfasst und bereits im Vorfeld als solches definiert wurde, ergeben sich für das Vorhaben mehrere Handlungsfelder. Diese orientieren sich an den Vorgaben der Richtlinie und benennen unter anderem

-informelle Kinder- und Jugendbildung,

-lebenslanges Lernen/Bürgerbildung sowie

-soziale Eingliederung/Integration in Beschäftigung.

Aus diesem Anlass sind Projektideen und Vorschläge, die sich auf die Bedarfe und Problemlagen innerhalb dieser Arbeitsbereiche im besagten Fördergebiet orientieren, gefragt. Der Aufruf richtet sich an alle Institutionen, Einrichtungen und Vereine der Stadt Hoyerswerda. Die Antragsvormulare dafür sind hier hinterlegt. Anschließend kann in einem offenen, transparenten und kooperativen Verfahren aufgrund der identifizierten Bedarfe und Problemlagen ein Grundkonzept erstellt werden, dessen Diskussions- und Abwägungsprozess unter Beteiligung des Stadtrates abgeschlossen sein muss. Die daraus resultierenden Projekte können über den gesamten Zeitraum bis zum Jahr 2020 mit einem Höchstsatz von 95 Prozent gefördert werden. Mit der Konzepterstellung ist RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. beauftragt.