19. Juni 2013
„Von der Integration zur Inklusion“ - Veranstaltungsreihe „Bildungsakteure stärken“ beleuchtete die allgemein gesellschaftliche und kommunale Umsetzung


In diesem Rahmen wurde von Frau Dr. Barbara Seebach vom Verband Sonderpädagogik e.V. ein weiterer Entwicklungsbaustein hinsichtlich des Verständnisses und des Zugangs zum Thema Inklusion innerhalb der Bildungslandschaft von Hoyerswerda gesetzt. Wie tiefgreifend und schwierig der Prozess innerhalb der Umsetzung von Inklusion ist, wurde anhand der aufgeführten Beispiele, Erläuterungen und Diskussionsbeiträge deutlich. Die Begründung des inklusiven Gedankens liegt u.a. in einer Schaffung des Zugangs zu Bildung schlechthin, in infrastrukturell, verwaltungstechnisch sowie finanziell mit stark unterschiedlichen Voraussetzungen ausgestatteten Staaten wie bspw. des afrikanischen Kontinents. Somit beginnt die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland, den Bundesländern sowie den Kommunen vorrangig in einem gesamtgesellschaftlichen Umdenken und einer Bereitstellung vorhandener finanzieller Mittel, als in der Schaffung von Primärstrukturen. Sicherlich ergeben sich Reibungspunkte im Ansatz der grundsätzlichen Gleichbehandlung. Schließlich kann dies in der Endkonsequenz auch eine Abschaffung des nach Leistungsvermögen gegliederten Bildungssystems an sich bedeuten - d.h. eine Bildungseinrichtung für Alle. Speziell für Sachsen können daher bisher lediglich integrative Ansätze als verwirklicht gelten und sind folglich von Inklusion noch sehr weit entfernt. Mögliche erste Schritte auf dem Weg zur Inklusion können in der Anpassung des Zugangs zu Bildung und in der Einbeziehung einer detaillierten Diagnostik sowie der gleichzeitigen Einbindung zusätzlicher öffentlicher Institutionen in diesen Prozess sein. Zudem wäre die Bereitstellung von mehr sonderpädagogischen MitarbeiternInnen in den jeweiligen Bereichen wichtig. Diese öffentlichen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln ist jedoch eng verbunden mit einem gesellschaftlichen Prozess der Verinnerlichung von Inklusion und damit im Umgang und der Denkweise innerhalb unseres Zusammenlebens. Somit sollte zunächst unbedingt eine Weiterführung sowie Anpassung der Integration immer mit Blick auf die Inklusion erfolgen um Menschen unabhängig von ihren Fähigkeiten, Einstellungen oder Einschränkungen einzubeziehen.

Die nächste Veranstaltung findet am 18. September 2013 im Gebäude des Kooperationspartners der ZUSAK Hoyerswerda, Schulstraße 15 von 17.00 bis 19.00 Uhr statt. Der Referent Dr. Thomas Markert von der TU Dresden wird sich mit dem Thema „Sinn und Unsinn von Hausaufgaben“ auseinandersetzen. Eine Anmeldung bis 14 Tage vor der Veranstaltung richten Sie bitte an die Koordinierungsstelle Bildung. Der Unkostenbeitrag in Höhe von 5,- € kann am Veranstaltungsort entrichtet werden. Veranstalter: Koordinierungsstelle Bildung beim Oberbürgermeister, c/o RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V., Tel.: 03571/41 60 72, E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.