02.05.2016

Unbeschwerte Begegnungen bei "Tag & Nacht für Toleranz"



Ein Zeichen für Demokratie und Toleranz zu setzen, ist die Grundidee der Initiative „Tag & Nacht für Toleranz“.

 

Die Veranstaltungen am 13. April für Vielfalt und gegen Fremdenfeindlichkeit sowie Rechtsextremismus werden jährlich von der Initiative Zivilcourage, dem Bündnis "Hoyerswerda hilft mit Herz", der Koordinierungsstelle Bildung und der Stadt Hoyerswerda koordiniert, die seit 2014 in unserer Stadt auch ohne einen bundesweiten Aufruf verwirklicht werden.

 

In diesem Rahmen fanden 13 Aktionen statt, die vom Lese- und Bastelnachmittag über gemeinsame Tanz-, Spiel- und Sportaktivitäten bis zu Workshops und Kinovorstellungen reichten. Um interkulturelle Kompetenz in allen Altersklassen zu vermitteln, wurden die Angebote altersgerecht und auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet, gestaltet.

 

Alle Veranstaltungen baten Interessierten die besondere Möglichkeit einer Zusammenkunft mit Menschen verschiedener Kulturen und des Austausches in verschiedenen Sprachen. So bot der Jugendstadtrat im Schlosskeller allen Interessierten einen Austausch mit Menschen an, deren Muttersprache nicht die deutsche ist. Nicht, dass sie Deutsch nicht beherrschen, aber dabei wurde in diesem erkenntnisreichen Experiment der Frage nachgegangen, wie gut man sich versteht, wenn jeder in seiner Muttersprache spricht.

Eine weitere Möglichkeit bestand im Martin-Luther-King-Haus, wo ein syrischer Abend stattfand. Pfarrer Jörg Michel ging auf die Geschichte und Kultur des Landes ein und erläuterte die derzeitige Situation im Land. Zum Vortrag kamen weit über 50 Besucher, darunter viele Flüchtlinge aus den Asylbewerberheimen, die selbstgebackenen Kuchen mitbrachten.

Kinder konnten sich bei sich bei Sport und Spiel auch ohne eine sprachliche Kommunikation gut verständigen, denn dabei geht es einzig und allein um Spaß und gemeinsamen Teamgeist. In der Turnhalle der Grundschule Lindenschule konnten sich Schüler, aber auch andere Kinder gemeinsam austoben, währenddessen tranken begleitende Eltern nebenan Kaffee und kamen miteinander ins Gespräch. An den Besuch von Kindern aus dem Asylbewerberheim in der Thomas-Müntzer-Straße erinnert sich das Kinderhaus Lutki in Zeißig nun tagtäglich. Die Kinder und ihre Mütter brachten eine selbstgebastelte Sonne mit, die sich um eine Erde mit vielen Kinderfiguren in allen Hautfarben dreht. Die Botschaft heißt „Alle Kinder der Welt wollen friedlich miteinander leben und sich verstehen. Die Sonne möge immer für sie scheinen.“ Dieses besondere Geschenk wird nun im Spielzimmer an einen gemeinsam erlebten Vormittag erinnern. Danach verbrachten die Gäste eine vergnügte Stunde im Erlebnishof Kasper.

Besonders die junge Zielgruppe hat sich über diese Art Veranstaltungen an diesem Tag gefreut und viele der Kinder wünschen sich ein baldiges Wiedersehen mit den neu gewonnenen Spielkameraden.


Ein herzliches Dankeschön gilt all den Menschen und Organisatoren, die sich nicht nur an diesem Tag, sondern stets der Herausforderung stellen, das Zusammenleben von Menschen in unserer Stadt schöner und harmonischer zu gestalten.