23.10.2018

Nominierung für den Sächsischen Bürgerpreis 2018

Damit die Integration besser gelingt


 

Das Bürgerbündnis "Hoyerswerda hilft mit Herz" besteht aus vielen aktiven Leuten. Von Anfang an dabei ist

das Ehepaar Gebauer (l.). Koordinatorin Birgit Radeck (r.) fährt am Dienstag zur Ehrung nach Dresden.

FOTO: LR / Anja Hummel


Vor fünf Jahren hat sich das Hoyerswerdaer Bürgerbündnis gegründet und das Thema Integration zur Herzensangelegenheit gemacht. Mittlerweile engagieren sich auch viele Migranten ehrenamtlich für den kulturellen Austausch. Von Anja Hummel

Dora und Wolfram Gebauer schwelgen in Erinnerungen. Damals, vor fünf Jahren, hat ein ganz neuer Lebensabschnitt für sie begonnen. Engagiert war das Hoyerswerdaer Ehepaar zwar schon immer. Aber im Bürgerbündnis „Hoyerswerda hilft mit Herz“ haben sie „ein Stückchen zu Hause“ gefunden, wie sie sagen. Eine Begrüßungskultur wollten sie anfangs mit anderen Bürgern in der Stadt schaffen, mittlerweile ist daraus ein reges Netzwerk aus engagierten Menschen verschiedenster Herkunft geworden. Was die Gebauers zur Nominierung für den Sächsischen Bürgerpreis sagen? „Das ist natürlich eine absolute Anerkennung der Arbeit“, erzählt Dora Gebauer, die immer wieder betont, dass sie längst nicht die einzigen Bürgerbündnis-Unterstützer sind.

Aus etwa 50 aktiven Mitgliedern besteht die Initiative im Moment, sagt Koordinatorin Birgit Radeck. Fast die Hälfte davon sind mittlerweile Migranten. Einer von ihnen ist Mahdi Faour. Der 38-Jährige organisiert kulturelle Begegnungen, gibt Sprachunterricht, ist Dolmetscher. Als Sozialarbeiter arbeitet er bei der Arbeiterwohlfahrt Lausitz. „Absolut verdient“ findet er die Nominierung des Bündnisses für den Bürgerpreis. „Menschen wie Birgit Radeck geben ihr Bestes für die Migranten, haben ein gutes Herz, kämpfen für die Rechte der Leute“, sagt der zweifache Vater. Seit 2015 lebt er in Hoyerswerda. Was er allerdings kritisch anspricht: Der Kontakt zu den Hoyerswerdaer Bürgern könnte besser sein. Regelmäßig veranstalten das Bürgerbündnis und das Projekt Samofa gemeinsam mit den Migranten ein Begegnungscafé – so wie in der vergangenen Woche. „Aber es kommen wenig Besucher“, sagt Mahdi Faour geknickt. „Wenn nur Araber und Kurden hier sind, können wir nichts Neues lernen“, merkt er an. Das aber ist genau der Wunsch der Geflüchteten. Er hofft auf mehr Austausch. „Nicht nur Kaffee trinken und Kuchen essen. Wir sollten offen über Probleme sprechen“, sagt der Syrer. Sollte das Bündnis den Bürgerpreis tatsächlich bekommen, würde das für Aufmerksamkeit sorgen – und damit, so hofft Mahdi, auch für mehr Kontakte.

Zum ersten Mal ist das Bürgerbündnis für den Preis nominiert, der Vorschlag kam aus der Stadtverwaltung Hoyerswerda. Wenn Birgit Radeck die Bedeutung des Bündnisses beschreiben soll, sagt sie bescheiden: „Wir tun etwas dafür, dass die Integration besser gelingt.“ Deutschunterricht, Behördengänge, Patenschaften: „Es geht oft um profane Sachen, um Alltagsdinge“, sagt die Koordinatorin. Vom Sperrmüll über die Wohnungsanmeldung bis hin zur Möbellieferung. „Und wir konnten auch schon Ausbildung und Arbeit vermitteln“, erzählt Birgit Radeck stolz. Am Dienstag wird sie nach Dresden fahren, um an der Auszeichnung in der Frauenkirche teilzunehmen.

Begegnungscafé im Jugendclubhaus Ossi in Hoyerswerda: Die Kinder lieben den Kickertisch.

FOTO: LR / Anja Hummel

 

Den Originalartikel aus dem lokalen Teil der Lausitzer Rundschau von Reporterin Frau Anja Hummel finden Sie hier.

 


12.10.2018

Herzliche Einladung zum Begegnungscafé


 

 


26.09.2018

Nominierung für den DEUTSCHEN ENGAGEMENTPREIS


Als Gewinner des Sächsischen Förderpreises für Demokratie 2017 gemeinsam mit RAA Sachsen e.V.  erhielten wir nun die Nominierung für den Deutschen Engagementpreis.


Für den Publikumspreis kann online abgestimmt werden.


Über Ihre Stimme freuen wir uns!!!


Zur Abstimmung klicken Sie bitte hier.


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

25.09.2018

Eröffnung der IKW in Hoyerswerda-Grundschüler auf Weltenflug


Am 20.09.18 fand im Rahmen der Interkulturellen Wochen des Landkreises Bautzen eine Kooperationsveranstaltung von samo.fa-Hoyerswerda, dem Bürgerbündnis „Hoyerswerda hilft mit Herz“, dem Jugendclubhaus „OSSI“ und der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen als Träger statt. Unter dem Motto „Eine Reise um die Welt – bunter Weltkindertag im OSSI“ ging es für die 3. Klassen der Grundschule „An der Elster“ und die 4. Klassen der Grundschule „Lindenschule“ auf Weltreise in die Länder, aus denen viele unserer Geflüchteten stammen. Gemeinsam mit neun samo.fa-Ehrenamtlichen bereisten die Kinder Syrien, Tschetschenien, Indien und die Türkei, um am Ende bei den bei uns lebenden Sorben zu landen. Der ca. 90-minütige Flug zeigte den Kindern landestypischeGerichte (die sie auch probieren konnten), Musik- und Tanzbeiträge, ausgearbeitet durch die Ehrenamtlichen und die Kita-Gruppe des Kita Lutki-Hauses aus Zeißig, und viele andere Impressionen. Ziel der zwei absolvierten Durchgänge war es, dass die Kinder spielerisch erkunden, wie Menschen überall auf der Welt leben, welche Besonderheiten sie ausmachen und was alle gemeinsam haben. Nachdem die Kinder den Securitycheck erfolgreich passiert und ihre Bordkarten erhalten haben, wurden sie von den Stewardessen auf ihre Plätze begleitet. Anschließend begrüßte sie die Pilotin und die Stewardessen führten die Sicherheitseinweisung durch. Danach konnte die „Kids Airline“ abheben und die unterschiedlichen Länder angesteuert werden. Flugsimulationen wurden durch einen samo.fa-Ehrenamtlichen vorab erstellt. Powerpoints, Plakate und viele Interaktionen ließen zu, dass die Länder spielerisch erkundet werden konnten. Als sich alle wieder auf sicherem Terrain befanden, hat jedes Kind einen mehrsprachigen Stadtplan, zu Verfügung gestellt durch die pädagogische Werkstatt, sowie einen Weltkindertag-Button ausgehändigt bekommen. Wir freuen uns, die Veranstaltung im kommenden Jahr zu wiederholen!



 


 

25.09.2018

„Gebietsbezogener integrierter Handlungsbus“

Bustour durch das ESF-Fördergebiet am 12.09.18

 

Der Einladung mit dem Motto „Was bewegen heißt auch sich bewegen“, mithilfe einer Busrundfahrt das ESF-Fördergebiet und die unterschiedlichen Projekte des „Gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes“ (kurz: GIHK) kennenzulernen, folgten am 12.09.18 ca. 35 Personen, darunter Stadträte, Schulleitungen, Kitaträger sowie Vertreter*innen von sozialen-, Bildungs- und Kultureinrichtungen  aus dem Fördergebiet. Nach einer Präsentation des Konzepts und der Besonderheiten des Fördergebiets durch die GIHK-Werkstattleitung Constanze Metz gab die Leiterin des Jugendclubhauses „OSSI“ Franziska Grabowski einen Einblick in ihre Arbeitserfahrungen mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Stadtgebieten. Darauf folgte ein Grußwort von Herrn Bürgermeister Delling, in dem er auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Träger plädierte. Bei wunderschönem Spätsommerwetter setzte sich der Bus samt Fahrgästen dann in Bewegung. Stationen an denen der Bus hielt, waren der Sportclub Hoyerswerda, der sein Projekt „Sport für Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien“ vorstellte sowie der vbff Ostsachsen e.V. (Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern), der sein Projektkonzept einer ganzheitlichen Jobberatung für ihr Haus der Begegnung präsentierte. Die Fahrt durch die einzelnen Wohnkomplexe Hoyerswerdas wurde mit sozialstrukturellen  Zahlen und Fakten unterlegt, die zum Nachdenken und Austausch anregen sollten. Die Möglichkeit dazu gab es bei der Endstation auf der Kinder- und Jugendfarm, wo das Projekt „Natur Verbund undErnährung“ vorgestellt wurde, die Kinder für die Fahrgäste eine Showeinlage darboten und sich beim anschließenden Kaffee und selbstgebackenem Kuchen angeregt unterhalten wurde. Hier teilten Projektträger Zoo Kultur & Bildung sowie die Kulturfabrik Hoyerswerda ihre Projektideen mit der Bustour-Runde.


 

 

 


 

12.09.2018

Vielfalt verbindet - Interkulturelle Wochen in Hoyerswerda und im Landkreis Bautzen

 

In der bereits festen Tradition und in Anknüpfung an die am 11. April erfolgreich durchgeführte Initiative „Tag & Nacht für Toleranz“ in Hoyerswerda wird auch in diesem Jahr im Landkreis Bautzen die Interkulturelle Woche (IKW) begangen.

 

Innerhalb des Landkreises Bautzen wird unter dem bundesweiten Motto „Vielfalt verbindet“ ein Rahmen vom 20. September bis 7. Oktober 2018 um die Kernwoche geschaffen. Die Auftaktveranstaltung wird am 20. September im Stadttheater in Kamenz sein. Der bundesweite „Tag des Flüchtlings“ ist am 28. September 2018.
Die IKW will zum Zusammenleben von Bürgern unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion auf der Grundlage gegenseitigen Respekts, Toleranz und Akzeptanz beitragen. In der Vielfalt, die in Deutschland über Generationen gewachsen ist, liegt die Zukunft unserer Gesellschaft.



Alle Veranstaltungen im Raum Hoyerswerda finden Sie hier.

Das Programmheft des Landkreises Bautzen finden Sie  hier.

 

 


 


 

28.08.2018

Einladung zur Ausstellungseröffnung "...unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten"


Mit dem Beginn des neuen Schuljahres  bekommen die Schüler*innen aus fünf Hoyerswerdaer Schulen die Möglichkeit im Projekt "Wider das Vergessen", ihren Wissenshorizont zu erweitern und sich aktiv mit der Geschichte Deutschlands auseinanderzusetzen. In verschiedenen Bausteinen und der Projektlaufzeit von einem Schuljahr können sie intensiv die Zeit des NS-Regimes aufzuarbeiten. Zum Auftakt des Projektjahres laden wir zur Ausstellungseröffnung unter dem Titel: „…unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“. Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravenbrück am


04.09.2018 um 14:00 Uhr in die Christliche Schule Johanneum in Hoyerswerda


ein.  Neben den Grußworten der Stadtspitze und des  Schulleiters wird die Ausstellungskuratorin Frau Dr. Wickert auf die Ausstellungsinhalte eingehen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit einer Führung.

Die Ausstellung kann im Zeitraum vom 05.-18.09.2018 in der Zeit von 10:00-16:00 Uhr besucht werden, um eine Voranmeldung im Schulsekretariat unter Tel: 03571/42440 wird gebeten.





 


 

26.07.2018

Begegnungscafé am 25.07.2018

 


 



20.07.2018

Einladung zum Begegnungscafé am 25.07.2018



 


 

21.06.2018

Dialogkonferenz von samo.fa in Hoyerswerda


Die 2. lokale Konferenz in Hoyerswerda fand unter dem Motto „Integration vor Ort im Dialog: Wie gelingt Alltagsbewältigung und Nachhaltigkeit in Hoyerswerda?“ am Weltflüchtlingstag von 13:30-17:00 Uhr wieder im Jugendclubhaus „OSSI“ statt. Sie brachte ca. 70 Personen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Neben kommunalen Vertreter*innen wie der Bürgermeister und der Geschäftsführer des AWO Kreisverband Lausitz e.V. , lobte Wilfried Kruse (wissenschaftlicher Begleiter des Projektes samo.fa) die Arbeit der Ehrenamtlichen und die gute Kooperation innerhalb der Stadt, er sprach allerdings auch über die Besonderheiten einer Kleinstadt wie Hoyerswerda, umgeben von anderen samo.fa-Partnerstädten wie Berlin, München oder Dortmund. Bemühungen um die Fortführung des Projektes wurden aufgezeigt und die Aktiven kamen ebenfalls zu Wort, als es um das Thema „Rechenschaftslegung“ ging. Neben den samo.fa-Ehrenamtlichen besuchten ca. 30 Geflüchtete (ohne Berücksichtigung der Kinder, für die eine tolle Kinderbetreuung mit Basteln, Filmschauen, Geschichtenvorlesen und Spielen organisiert wurde!) sowie Expert*innen aus unterschiedlichsten Bereichen, z.B. DaZ-Lehrerinnen, Kita-Leiterinnen, Mitarbeiterinnen des Landratsamtes, aber auch des Jobcenters und der Arbeitsagentur u.v.m. die Veranstaltung. Es fanden drei parallele Workshops statt, die sich den Themen „Eintritt ins Erwerbsleben“ und „Informationen für (werdende) Eltern“ widmeten. Nach kurzen, sprachlich einfach aufbereiteten Expert*inneninputs gab es Diskussionen beispielsweise über die Themen Wichtigkeit von Kita, Pflichten in der Schulzeit oder der Stellenwert von Ausbildung, um der gleichberechtigten Teilhabe von Geflüchteten im Alltag Rechnung zu tragen. Um auf die unterschiedlichen Workshops vorzubereiten, hat die Leiterin der pädagogischen Werkstatt aus dem Programm „Ein Quadratkilometer Bildung“ das sächsische Bildungssystem sowie einen mehrsprachigen Stadtplan für Kinder und Eltern allen Teilnehmer*innen vorgestellt. Dieser wurde am Ende der Veranstaltung den Gästen überreicht. 2017 fanden schon einmal mit Einsatz des Stadtplans Projekttage mit Grundschüler*innen zum Thema „Meine Stadt auf einen Blick“ statt, die samo.fa-Ehrenamtliche sowie die Lokalkoordinatorin aktiv mitgestalteten. In der Pause sowie in der Ankommensphase boten sich verschiedene Möglichkeiten des Austausches: Informationsstände, betreut durch Mitarbeiter*innen des Projektes „samo.fa“, des Bürgerbündnisses „Hoyerswerda hilft mit Herz“, des Ausländeramtes, der Verbraucherzentrale, der RAA, des Projektes „AkzepTANZ“ und ein Tisch mit allgemeinen Informationen haben zum gegenseitigen Austausch und zum Netzwerken angeregt. Der samo.fa-Film konnte ebenso angeschaut werden.


Fotos: Yousra Naddaf